Compliance wird zum Bilanzrisiko: Warum HR jetzt handeln muss
Seit dem 29. Dezember 2025 gelten Compliance- und Sanktionsverstöße offiziell als wirtschaftliches Kernrisiko. Nicht mehr nur als juristisches Thema. Nicht mehr als „macht die Rechtsabteilung“.
Was hat sich geändert?
Potenzielle Sanktionsverstöße gelten jetzt als Bilanzrisiko. Bußgelder können bis zu 40 Millionen Euro betragen.
Betriebsräte haben ein Recht auf konkrete Informationen zu Compliance-Risiken – keine vagen Aussagen mehr, sondern Zahlen, Einschätzungen und mögliche Folgen.
Das bedeutet: Compliance ist endgültig in der Unternehmensrealität angekommen.
HR, Compliance und Geschäftsführung müssen enger zusammenarbeiten. Schulungen, Prozesse und Nachweise sind nicht mehr „nice to have“, sondern Teil der wirtschaftlichen Argumentation.
Warum betrifft das HR direkt?
HR ist die Schnittstelle für Personalprozesse, Schulungen und interne Kommunikation. Wenn Compliance ein Bilanzrisiko ist, wird HR zum zentralen Akteur für Prävention und Nachweisführung.
Checkliste für HR-Abteilungen
1. Informationspflicht sicherstellen
Überblick über Compliance-Risiken erstellen (inkl. Zahlen und mögliche Bußgelder).
Daten für Betriebsrat und Wirtschaftsausschuss bereitstellen.
2. Schulungen implementieren
Pflichtschulungen zu Compliance, Datenschutz und Sanktionsvermeidung einführen.
Teilnahme und Inhalte dokumentieren.
3. Prozesse und Richtlinien prüfen
Interne Richtlinien auf Aktualität checken.
Nachweisbare Umsetzung sicherstellen.
4. Zusammenarbeit intensivieren
Enge Abstimmung mit Compliance-, Rechtsabteilung und Geschäftsführung.
Gemeinsame Risikoanalyse und Maßnahmenplanung.
5. Reporting vorbereiten
Compliance-Risiken in HR-Berichte integrieren.
Frühwarnsystem für Verstöße etablieren.
6. Betriebsrat einbinden
Transparente Kommunikation mit Zahlen und Maßnahmen.
Regelmäßige Updates im Wirtschaftsausschuss.
Fazit:
Compliance ist kein „juristisches Randthema“ mehr, sondern ein wirtschaftlicher Faktor. HR-Abteilungen müssen jetzt aktiv handeln, um Risiken zu minimieren und Transparenz sicherzustellen. Wer früh reagiert, schützt nicht nur die Bilanz, sondern auch die Reputation des Unternehmens.
👉 Handeln Sie sofort:
- Prüfen Sie Ihre Compliance-Prozesse.
- Implementieren Sie Schulungen und Nachweise.
- Stellen Sie Transparenz gegenüber Betriebsräten sicher.
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